Kultur für den Friedhof

Die Feuerbestattungsvereine der Stadt Halle/Saale waren seit jeher um den Erhalt der
städtischen Friedhofslandschaft bemüht. Bereits vor Jahren war jedoch zu erkennen,
dass diese Friedhofslandschaft bei traditioneller Betriebsführung zu einem Luxus wird,
den sich viele Kommunen auf Dauer nicht mehr leisten können.

Der Versuch der Kostendeckung durch ständig steigende Gebühren beschleunigt diese
Entwicklung nur:

In Zeiten wachsender Mobilität, multilokal verstreut lebender Familien und zunehmend
auch unstabiler Partnerbeziehungen sind die Kosten die entscheidende Größe für die
Wahl der Bestattungsart und des Bestattungsortes.

Berlin weist in seinem Friedhofsentwicklungsplan bei einem Bestand von 1400 Hektar
rund 700 Hektar als Überschussfläche aus. In Hannover rechnet man damit, dass von
275 Hektar Friedhofsfläche in wenigen Jahren nur noch etwa 144 Hektar übrig bleiben
werden.

Die Feuerbestattungsvereine der Stadt Halle/Saale regten bereits im Jahre 1998 an,
Kultur auf dem Friedhof für den Erhalt der städtischen Friedhofskultur zu nutzen.